#1 RE: Roma Victor von Rj_Abukam 08.02.2010 22:37

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.: Prolog :.


Nach den erfolgreichen Schlachten am Vadimonischen See über die Senonen und bei Populonium über die Etrusker, konnte Rom sein Herrschaftsgebiet im Norden ausbauen. Das Land der Senonen wurde Römisches Staatsgebiet und es wurden römische Kolonien wie Sena Gallica oder Ariminium gegründet. Nun war Rom beherrschende Macht in Mittelitalien.
Da nun Rom so stark war, baten mehrere griechische Städte im Süden wie Croton, Rhegion und Locri um römische Hilfe in den Kriegen, welche sie gegen ihre Nachbarn führten.

Im 227. Jahr nach der Vertreibung des letzten Königs aus Rom, bat auch die mit Rom verbündete Stadt Thurii um Hilfe im Kampf gegen die Lukaner. Rom schickte Truppen unter dem Befehl des Konsuls Gaius Fabricius Luscinus nach Süden gegen die Lukaner, die sich schon in den Samnitenkriege gegen Rom gestellt haben. Nahe der Stadt Thurii besiegten die Römischen Truppen die Lukaner unter Statius Statilius. Rom entsandte nun auch Besatzungen in die griechischen Städte Rhegion, Croton und Locri. Aber die Einmischung Roms in die Angelegenheiten der Städte in Süditalien führte unvermeidlich zu einer Auseinandersetzung zwischen Rom und Tarent. Als im selben Jahr unter der Führung Admiral Lucius Valerius 10 Schiffe, die nach Thurri unterwegs waren, vor Tarent auftauchten, eskalierte die Situation zwischen den Städten. Denn die Anwesenheit der Schiffe vor Tarent war eine Verletzung des Vertrages von 206, welcher die Präsenz von römischen Schiffen im Golf von Tarent verbot. Die Tarentiner versenkten die römische Flotte und eroberten danach die Stadt Thurri. Die dort stationierte römische Garnison wurde vertrieben.

Diese Beleidigung konnte Rom nicht hinnehmen und so schickte der Senat im folgenden Jahr Truppen nach Tarent. Unter der Führung des Konsuls Quintus Aemilius Barbula verwüsteten die römischen Soldaten Tarentisches Gebiet. Tarent rief daraufhin den Molosser-König Pyrrhus von Epirus um Hilfe. Da dieser sich einen hohen Gewinn davon versprach und weil er auch auf die Unterstützung der Samniten, Lukaner und Bruttier zählen konnte, schickte er noch gegen Ende des selben Jahres 3.000 Mann nach Tarent. Im Frühjahr 229 landete Pyrrhus selbst mit 30.000 Mann und mehreren Kriegselefanten in Italien. Bei Heraclea kam es zur Schlacht zwischen dem römischen Heer unter Führung des Konsuls Publius Valerius Laevinus und dem Molosser-König. Auf der Ebene beim Fluss Siris standen sich nun 30.000 Römer und 26.000 Epiroten mit 20 Elefanten gegenüber. Die Schlacht endete in einem Desaster für Rom, weil die Römer den Kampf gegen Elefanten nicht gewöhnt waren. Auf römischer Seite fielen 7.000 Mann und viele gerieten in Gefangenschaft. Die Epiroten hatten 4.000 Verluste zu beklagen.

Nach der römischen Niederlage bei Heraclea hoffte Pyrrhus auf die Unterstützung von den abgefallenen römischen Bundesgenossen. Ihm schlossen sich ungefähr 15.000 ehemalige Bündnisgenossen an. Im Jahr 230 kam es bei Ausculum erneut zur Schlacht. Es standen sich jeweils 40.000 Soldaten gegenüber und die Schlacht endete erneut mit einer Niederlage Roms, doch auch Pyrrhus erlitt sehr schwere Verluste. Der Senat sah sich nun gezwungen ein Bündnis mit den Karthagern einzugehen, woraufhin diese im folgenden Jahr eine grosse Flotte nach Rom entsandten.

Weil die Stadt Syrakus von Karthago bedroht wurde, ruft sie Pyrrhus um Hilfe. Daraufhin unterbricht der Epirote den verlustreichen Krieg gegen Rom und zieht nach Sizilien. Die Römer hatten nun Zeit sich von den vielen Verlusten der bisherigen Schlachten zu erholen. Unter der Führung der beiden Konsuln Caius Fabricius Luscinus und Quintus Aemilius Papus gelang es den römischen Truppen in Süditalien die Bruttier, Samniten und Lukaner zu schlagen. Im selben Jahr übernahm die römische Garnison unter Aulus Decius Iubellius die Herrschaft über die Stadt Rhegion und folgte so dem Beispiel einer Gruppe von kampanischen Söldner, welche 10 Jahre zuvor die Stadt Messana eroberten und massakrierten. Das Volk von Rom war schockiert und aufgebracht, von dieser verräterischen Tat.

Trotz seiner Siege gegen die Karthager auf Sizilien sah sich Pyrrhus im Jahr 235 gezwungen, auf das italienische Festland zurückzukehren. Der amtierende Konsul in diesem Jahr war kein geringerer als Manlius Curius Dentatus, welcher durch seinen Sieg gegen die Samniten das Enden der Samnitenkriege herbeiführte. Auf den Arusinischen Feldern bei Beneventum trafen die beiden Heere zusammen. Durch seinen Feldzug in Sizilien und den vorhergehenden Schlachten gegen Rom waren die Ressourcen des Pyrrhus stark geschwächt. Auch hatten sich die Römer auch auf den Kampf mit Pyrrhus' Kriegselefanten gut eingestellt, die in den ersten Schlachten noch eine verheerende Wirkung erzielten, nun aber mit dem Einsatz von Feuer in Panik versetzt werden konnten, sodass sie in den Reihen den eigenen Reihen Schaden anrichteten. Die Schlacht endete mit einer Niederlage des Pyrrhus, welcher sich Angesichts der schlechten Lage nach Griechenland zurückziehen musste. Er liess noch eine kleine Garnison in Tarent zurück. Ein Jahr nach der Schlacht von Beneventum feierte Dentatus in Rom seinen Triumph über die Samniten und König Pyrrhus. In dem Umzug wurden zum ersten Mal Elefanten mitgeführt. Im Jahr 237 wurde Dentatus zum Zensor ernannt. Als hervorragender Organisator begann er mit dem Bau des Aquädukts, welches das Wasser des Flusses Anio in die Stadt führen sollte. Doch die Vollendung erlebte er nicht mehr. Er starb ein Jahr nach Antritt des Zensor Amtes.



Im Süden erhielt Lucius Cornelius Scipio den Befehl über die 12.000 Soldaten starke Legio I, um im folgenden Jahr Tarent zu erobern. Das Heer schlug sein Lager in der Nähe von Capua auf.



Im Norden wurde dem jungen Caius Aurelius Cotta der Befehl über die 5.000 Mann starke Legio II übertragen. Ihr Lager liegt bei Arretium




Italien im Herbst 237

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